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    Fast 40 Prozent der Spanier werden im Jahr 2050 älter als 65 Jahre sein

    20.11.2017 - Katharina Fahling 

    In weniger als dreißig Jahren werden fast vierzig Prozent der Bevölkerung in Spanien, Japan, Korea, Griechenland und Portugal über 65 Jahre alt sein. Für das Jahr 2050 wird sogar erwartet, dass die Anzahl der 80-jährigen Personen in Spanien noch einmal um das Doppelte steigen wird. In Italien, Deutschland und Portugal wird von den gleichen Zahlen ausgegangen wie aus einem Bericht der OECD über Gesundheit hervorgeht.

     

    Außerdem führe Spanien gemeinsam mit Frankreich und Japan die Liste der OECD für Personen mit der höchsten Lebenserwartung an, wobei sich dabei deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen ließen. In allen drei zuvor erwähnten Ländern würden Frauen deutlich länger als Männer leben und etwa 85 Jahre alt werden, Männer dagegen nur etwa 80 Jahre. Deutschland ist auf dieser Liste deutlich weiter hinten zu finden, nämlich nur auf Platz 25, da die Menschen im Durchschnitt 80,7 Jahre alt werden (Spanien im Durchschnitt 83 Jahre).

     

    Dabei sollte nicht vergessen werden, dass diese Werte von einigen Indikatoren, wie beispielsweise den Ausgaben für Gesundheit pro Kopf oder dem Lebensstil, abhingen. Abgesehen davon scheint uns ein höherer Bildungsgrad ebenfalls bis zu sechs Jahre mehr Lebenszeit zu schenken. Doch zurück zum Lebensstil: 63 % der spanischen Frauen würden täglich Obst zu sich nehmen, allerdings nur 50 % der Männer. Bei 44 % der Erwachsenen in Spanien– hier wurde nicht zwischen den Geschlechtern unterschieden – würde täglich Gemüse auf dem Speiseplan stehen, bei den Jugendlichen unter 15 Jahren sind es sogar nur weniger als 20 %.

     

    Der OECD zufolge gebe es immer noch Probleme mit Übergewicht, auch psychische und chronische Krankheiten würden immer mehr zunehmen. Die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen 150 Minuten Bewegung in der Woche würden von den Spaniern ebenfalls kaum erreicht werden, da nur 48,9 % der Erwachsenen sich daran hielten. Anlass zur Besorgnis gebe auch die steigende Anzahl von Babys, die mit Untergewicht geboren werden, was vor allem durch vermehrte Frühgeburten zu erklären sei.

     

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