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    Spanien und seine Kathedralen: Welche ist die schönste im ganzen Land? Teil 1

    10.05.2017 - Meike von Lojewski / Madrid und Barcelona für Deutsche 

    Die schönsten Kathedralen Spaniens zu bestimmen, fällt wirklich nicht leicht. Fast jede Stadt im Land weist ein beeindruckendes Gotteshaus auf, wobei sich jedes durch ein anderes Merkmal wie zum Beispiel seine Eleganz, Türme, Kirchenfenster oder Grösse auszeichnet. Manche wiederum stechen durch ihre solide Konstruktion hervor, andere durch ihre verspielte Bauweise. Entscheiden Sie also selbst, welche ihre Lieblingskathedrale in Spanien ist.

     

    Der Bau der gotischen Kathedrale Santa María de Regla von León wurde von König Ordoño II als Dank für seinen Sieg über die Mauren in der Schlacht von San Esteban de Gormaz in Auftrag gegeben. Er begann im Jahr 1205 unter Bischof Martin Fernández und wurde im Laufe der Zeit unter verschiedenen Architekten immer wieder verändert und ausgebaut, so dass die Kathedrale ihre endgültige Form erst im 19. Jahrhundert erhielt. Eines der Highlights der Kathedrale sind sicherlich die 125 mittelalterlichen Glasfenster, die prachtvolle Darstellungen wie Ornamente, biblische Szenen oder Wappensymbole verschiedener Könige zeigen. Scheint die Sonne durch die riesigen Glasfenster, entsteht durch die pastellgelben Steine der Mauern ein wunderbar warmes Licht, das dem Bauwerk den Spitznamen “Haus des Lichts" einbrachte.

     

    Santiago de Compostela ist das Ziel aller Pilger, die den Jakobsweg begehen. In der berühmten Kathedrale, die - wie man sie heute sieht - im 11. und 12. Jahrhundert entstand, befinden sich die Gebeine des Heiligen Jakobs. Das Grab des Apostels wurde Anfang des 9. Jahrhunderts gefunden. Eine weitere Besonderheit ist der Altar, der von einem vergoldeten Baldachin geschmückt wird. Darunter befindet sich eine Gruft mit einem silbernen Schrein, der die Reliquien enthält, unter anderem ein auf das Jahr 874 datiertes goldenes Kruzifix, das einen Splitter des Kreuzes Christi beinhalten soll.

     

    Mit dem Bau der ebenfalls gotischen Kathedrale Santa María von Burgos wurde 1221 begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte durch Ferdinand III., damaliger König von Kastilien. Im Innern beeindruckt als Besonderheit die "Capilla del Condestable" mit ihrem Sterngewölbe. Viele weitere Anbauten und Kapellen umgeben heute die Kathedrale. Seit 1984 besitzt die Kathedrale den Status "Weltkulturerbe der UNESCO” und ist damit die einzige in Spanien.

     

    Im Jahre 1410 beschloss der Kirchenrat von Sevilla, “eine so gute Kirche zu bauen, die ihresgleichen sucht und der Größe und Bedeutung Sevilla und ihrer Kirche gebührend entspricht“. Das Gotteshaus wurde auf den Mauern der ehemaligen Almohaden-Moschee errichtet und ist heute das drittgrösste der Welt, nach dem Petersdom in Rom und der St. Paul´s Cathedral in London. Ihre 68 Rippengewölbe werden von 60 Säulen getragen. In ihr befinden sich über 30 Kapellen sowie weitere Räume, wie der Ornamentensaal, das Kapitel, das Kapitelhaus, die Hauptsakristei und die Sacristía de los Cálices (Kelchsakristei), der Chor und zahlreiche Altare.

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