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    Schon gewusst? Sechs kuriose Fakten über den Parque del Retiro

    10.10.2016 - Meike von Lojewski / Madrid für Deutsche 

    Wer kennt ihn nicht, den Retiro mitten im Herzen von Madrid? Grüne Oase zwischen dicht befahrenen Strassen, Erholungsort der Madrilenen am Wochenende. Vielen kommen hierher zum Spazieren, Joggen oder einfach um die Sonne zu geniessen. Doch die wenigsten wissen von verschiedenen, kuriosen Begebenheiten, die sich hier ereignet haben.

     

    Im Jahr 2001 musste das Wasser aus dem Teich gelassen werden, da dieser undicht schien. Bei dieser Gelegenheit fand man auf dessen Grund 192 Stühle, 40 Boote, 41 Tische, 20 Mülleimer, neun Holzbänke, drei Müllcontainer, 50 Handys, einen Kaugummiautomaten, mehrere Einkaufswagen, Sonnenschirmständer, Skateboards, einen leeren Safe, Geldbörsen, einzelne Schuhe und sogar Urnen.

     

    Bei 12 Grad Aussen- und vier Grad Wassertemperatur versammelten sich einst tausende von Menschen zur traditionellen Teichdurchquerung im Winter. Heute darf er nur noch mit dem Ruderboot befahren werden, was ohnehin viel erholsamer ist.

     

    Und noch eine Anekdote zum Teich, der übrigens 280 Meter lang, 140 Meter breit und zwischen 60 und 180 Zentimeter tief ist: An Weihnachten 1963 wurde ebenfalls das Wasser ausgelassen, da hier einige der berühmten Szenen aus dem Film “Zirkuswelt” mit John Wayne, Rita Hayworth und Claudia Cardinale gedreht wurden. Zu diesem Zweck wurde ein Zirkuszelt genau in der Mitte des Teiches aufgebaut, weshalb er für die Zeit der Dreharbeiten leer stand.

     

    170 Zypressen und 22 Olivenbäume bilden den so genannten “Bosque del Recuerdo” (“Wald der Erinnerung”) und stellen eins der jüngsten Gedenkstätten in der Geschichte Spaniens dar. Dieser kleine Park mitten im Retiro, der 2005 eingeweiht wurde, steht zum Gedenken an die 191 Opfer des Attentats vom 11. März 2004 sowie den am 3. April beim Sturm auf die Wohnung der vermeintlichen Attentäter getöteten Polizisten eines Sonderkommandos.

     

    “Las Estufas” ist ein Teil des Retiro, bei dem bei Untergrundarbeiten im Jahr 2010 zwei gemauerte Gewölbetunnel entdeckt wurden. Deren Ursprung ist unbekannt. Ein unterirdisches Kanalisationsnetz aus der Araberzeit oder ein Schützengraben für napoleonische Truppen oder im spanischen Zivilkrieg sind zwei der Theorien für ihre Entstehung.

     

    Im Retiro steht der älteste Baum der Stadt. Es handelt sich um eine Ahuehuete, auch Mexikanische Zypresse genannt, die im Jahr 1630 im Bereich “Parterre” (Eingang Alfonso XII) gepflanzt wurde. Sie ist 25 Meter hoch und erinnert viele durch ihre ausladenden Äste an einen Kerzenleuchter.

     
    Bild: Wikimedia Commons

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