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    Krim-Kongo-Fieber in Europa: erster Todesfall in Madrid

    08.09.2016 - Meike von Lojewski / Madrid und Barcelona für Deutsche 

    Erschrocken reagierte Spanien Ende August auf die Nachricht, dass in Madrid ein 62-jähriger Mann an einem hämorrhagischen Fieber, dem sogenannten Krim-Kongo-Fieber, gestorben ist. Zuvor hatte er noch eine Krankenschwester im Krankenhaus “Infanta Leonor” angesteckt, in dem er behandelt wurde. Sie befindet sich auf der Isolierstation. Ihr Zustand soll stabil sein. Wie die Zeitung „El País“ berichtet, haben die Gesundheitsbehörden rund 200 Kontaktpersonen unter Beobachtung gestellt.

     

    Der Mann hatte gegenüber den Ärzten angegeben, bei einer Wanderung in der Gegend von Ávila von einer Zecke gebissen worden zu sein und wurde daher zunächst nur ganz herkömmlich behandelt. Beunruhigend: “Der Fall in Madrid wäre der erste unabhängige Fall in Westeuropa“, so die Behörden, “also nicht aus einer anderen Region nach Spanien mitgebracht.“ In Deutschland hatte es zwar kürzlich auch einen Fall des Krim-Kongo-Fiebers gegeben, aber hier sei der Ursprung in einem Land außerhalb Westeuropas nachweisbar gewesen.

     

    Das Krim-Kongo-Fieber tritt in vielen Ländern Afrikas und Asiens auf, in Europa ist es bisher kaum weiter als bis Bulgarien, Griechenland und Albanien vorgerückt. Die Anzahl der Erkrankungsfälle in diesen Ländern ist bezogen auf ihre Bevölkerung relativ gering. Allerdings kommt es auch gelegentlich zu Todesfällen. Der WHO zufolge liegt die Sterberate bei dieser Infektion bei etwa 30 Prozent.

     

    Die Experten suchen den Grund für das neuerliche Vorkommen von Zecken in Spanien auf den Klimawandel. Mildere Temperaturen im Herbst, kaum Minusgrade im Winter und heissere Sommer begünstigten das immer aggressivere Verhalten der Tiere. Dennoch warnen sie auch vor unnötiger Panik. Sollten weitere Fälle des Krim-Kongo-Fiebers auftreten, hätten diese Personen sich eher untereinander als bei anderen infizierten Zecken angesteckt.

     

    Zur Vorbeugung sollte man beispielsweise Repellentien zum Einreiben oder Einsprühen verwenden, auch wenn diese nicht so effektiv wie bei Mücken sind. Zeckenstiche sind genau zu beobachten. Geschlossene Kleidung bei Wanderungen oder ähnlichem vermeiden, dass die Tiere mit dem menschlichen Körper überhaupt erst in Kontakt kommen. Die Nähe zu infizierten Personen sollte gemieden werden. Es gibt keine Impfung.

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