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    Geschichte: Von der Steinzeit zum westgotischen Königtum. Teil 2

    17.10.2018 - Deutsche Infodienste 

    Hispania unter den Römern

    Der heutige Namen Spaniens leitet sich von der römischen Bezeichnung „Hispania“ ab. Nach einer langwierigen Eroberungsphase, die durch erbitterte Widerstände der eingeborenen Völker – ausgehend von der Stadt Numantia – gekennzeichnet war, konnten sich die Römer ab 19 n. Chr. auf der iberischen Halbinsel etablieren. Sie unterteilten die iberische Halbinsel in Verwaltungsprovinzen und reformierten die Infrastruktur: Neben dem Straßenbau errichteten sie Aquädukte, Tempel und Theater. Aus ehemaligen römischen Feldlagern entstanden Städte, etwa Léon. Außerdem führten sie das römische Recht ein.

     

    Die Bevölkerung im Süden adaptierte sich rasch, übernahm Sprache und Gebräuche und gliederte sich in die neue, römische Gesellschaft ein. Im Zentrum und im Norden hingegen ging diese Anpassung deutlich langsamer vonstatten. Die Römer prägten Spanien nachhaltig, so gehen bis auf das Baskische alle Sprachen, die heute in Spanien gesprochen werden, auf das Lateinische zurück.

     

    Der Fall der Römer und die Installation der Westgoten

    Die Invasionen von Seiten der Hunnen und germanischer Völker wie den Vandalen läutete den Zerfall des römischen Reichs ein. Es war die Zeit der großen Völkerwanderung, bei der Stämme aus dem Osten emigrierten.
    Auf der iberischen Halbinsel übernahmen schließlich die Westgoten, die erst als Soldaten im römischen Heer dienten, die Macht und ließen sich ab dem 6. Jahrhundert endgültig hier nieder. Es gelang ihnen, die Kantabrer und die Sueben im Norden zu unterwerfen sowie die einfallenden Byzantiner im Süden der Halbinsel zurückzudrängen. Das Territorium wurde zum westgotischen Königtum, dem ersten unabhängigen und vereinten Staat in Europa, mit der Hauptstadt Toledo. Im 6. Jahrhundert wurde der katholische Glaube zur Staatsreligion ernannt.

     

    Doch durch interne Rivalitäten rieben sich die einzelnen westgotischen Adelsfamilien gegenseitig auf. Herrscher wurden nicht durch Erbfolge, sondern durch Wahlen bestimmt, was zu Konflikten mit den Nachkommen der vormaligen Herrscher führte, die den Thron für sich forderten. In einem dieser Konflikte im Jahr 710 wurde Tarik, ein nordafrikanischer Herrscher, herbeigerufen. Das läutete das das Ende der westgotischen Vorherrschaft ein, die 711 mit der Conquista, der Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren, endete.

     

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