Erziehung und Bildung
NEWS: Deutsche Talente bleiben nur kurz im Ausland
17.09.07
Die meisten Hochqualifizierten, die Deutschland verlassen, kehren wieder zurück. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Demnach ist der Anteil Hochqualifizierter unter den deutschen Auswanderern in den vergangenen Jahren zwar leicht gestiegen und höher als ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung, aber die meisten kehrten wieder zurück. Vier Fünftel der deutschen Wissenschaftler hielten sich weniger als ein Jahr im Ausland auf. Der Migrationsforscher Thomas Straubhaar bestätigte in "Focus" den Trend zur Auswanderung auf Zeit. "Auswandern bedeutet heute nicht mehr wie noch vor 50 Jahren eine Lebensentscheidung ein für allemal, sondern eher ein Mosaikstein einer lebenslangen Mobilitätsstrategie", sagte der Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts. Die neue Mobilität der Deutschen findet der Wissenschafter eher ermutigend als besorgniserregend. "Seit Jahrzehnten sagen wir den jungen Menschen, wie wichtig es ist, ins Ausland zu gehen und Erfahrungen zu sammeln. Jetzt ist die Saat aufgegangen." 2006 wanderten 155 000 Deutsche aus, vor allem nach West- und Osteuropa, aber auch in die USA und nach Kanada. Die Schweiz war das Lieblingsziel. Auch Spanien ist ein attraktives Ziel für Deutsche. Berufliche Gründe spielten dabei die Hauptrolle. Die Geschäftsführerin des Hamburger Raphaels-Werks, Gabriele Mertens, schätzt die Zahl der Auswanderer sogar noch höher. "Die Statistik erfasst nur diejenigen, die ihren ersten Wohnsitz abmelden, aber viele Emigranten behalten ihn zunächst."
AFP
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23.05.12
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